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Preisverleihung

Am 28. März 2019 war es wieder so weit: Der Gewinner des Mittelstandspreises 2019 erhielt das Sanitätshaus Spörer AG in festlichem Rahmen seine Auszeichnung. Dabei trafen Bewerber, Jurymitglieder und Sponsoren zum Festakt auf Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Die feierliche Übergabe der Preisskulptur und der Auszeichnungsurkunde wurde vom Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel vorgenommen.

 

Nähere Informationen zur Preisverleihung vom 28. März 2019 finden Sie hier. Zur Preisverleihung 2019

Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel über den Mittelstandspreis

 

„German Mittelstand“ – dieser Begriff steht weltweit als Synonym für die einzigartige Struktur mittelständischer Unternehmen. Für ihre Stärke, ihre Innovationskraft, ihren Unternehmergeist.

 

Zum Mittelstand gehören in Deutschland rund 99 Prozent aller Unternehmen. Hier sind fast 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten angestellt, werden mehr als 80 Prozent der Auszubildenden ausgebildet. Die mittelständischen Unternehmen erwirtschaften rund 35 Prozent aller Umsätze. Mit dem Weltkonzern Audi haben wir in Ingolstadt eine besondere Situation. Von den rund 108.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in unserer Stadt sind etwa 44.000 bei Audi angestellt. Das entspricht über 40 Prozent. In den umliegenden Landkreisen stellen kleine und mittlere Unternehmen dagegen fast alle Arbeitsplätze. – Und den Landkreisen in unserer Region geht es wirtschaftlich hervorragend. Sie weisen noch geringere Arbeitslosenzahlen auf als die Stadt Ingolstadt. Das ist einmal mehr ein Beleg dafür, dass die Handwerksbetriebe und Mittelständler einen viel größeren Einfluss auf den regionalen Arbeitsmarkt haben, als man oft annimmt.

 

Sie sind das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft und gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten ein stabilisierendes Element. Denn die Führungskräfte mittelständischer Unternehmen – häufig sind es Familienbetriebe – übernehmen eine besondere Verantwortung und sind Verfechter eines ganz eigenen Wertesystems. Das macht die mittelständischen Unternehmen deutlich weniger anfällig für Wirtschaftskrisen als so manche Großkonzerne und damit so erfolgreich.

 

Wir (Stadt und Mittelstandsunion) haben bereits 2016 beschlossen regelmäßig einen Ingolstädter Mittelstandspreis zu vergeben, um genau dieses Engagement zu würdigen. Die unternehmerischen Aktivitäten, die Kreativität und die Leistungsbereitschaft unserer regionalen Mittelständler. Auch ihre besondere soziale Verantwortung oder ihr Engagement für die Umwelt. Der Mittelstandspreis soll eine Anerkennung für besonders innovative Unternehmen sein, für Betriebe mit einer hervorragenden Ressourceneffizienz oder außergewöhnlicher gesellschaftlicher Verantwortung in Ausbildung, Weiterbildung oder Familienzeitmodellen. In unserer Stadt gibt es eine ganze Reihe von Firmen, auf die diese Eigenschaften zutreffen.

 

Doch die Entscheidung wurde getroffen. Und sie fiel heuer nicht auf ein junges, dynamisches Start-up, sondern auf einen alteingesessenen, erfolgreichen Familienbetrieb mit einer fast 100-jährigen Firmengeschichte.

 

Es ist die Firma Spörer AG.

 

1921 wurde das Orthopädie-Fachgeschäft in Bad Kissingen gegründet. 1938 erfolgte der Umzug nach Ingolstadt. Mit Florian Spörer leitet heute die vierte Generation das erfolgreiche Familienunternehmen. An 14 Standorten in Bayern und Hessen sind rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Für diese Mitarbeiter hat das Unternehmen verschiedene Investitionen getätigt, um die körperliche Belastung am Arbeitsplatz zu reduzieren. Außerdem gibt es eine private Pensionskasse für die Mitarbeiter. Für jeden Neuzugang wird ein Einarbeitungsplan erstellt, damit die Eingewöhnung leicht fällt; und jedem neuen Auszubildenden wird ein Mentor zur Seite gestellt.

 

Die Firma Spörer AG bildet in sechs verschiedenen Berufen aus und bietet auch Umschulungen für Quereinsteiger an. Die Ausbildungsquote beträgt 10 Prozent. Doch nicht nur das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt den Verantwortlichen am Herzen, sondern auch das der Umwelt. So wurden 1.800 Quadratmeter Photovoltaikanlagen installiert zur umweltfreundlichen Stromversorgung. Außerdem wird die Beleuchtung auf LED umgestellt und automatisch gesteuert, um Energie zu sparen.

 

Anhand dieser Beispiele sehen Sie, dass sich die Firma Spörer nicht nur durch wirtschaftlichen Erfolg auszeichnet, sondern auch durch sein Verantwortungsbewusstsein. Und so freue ich mich, dass ich heute im Namen der Stadt und der Mittelstands-Union dem Unternehmen und seiner Geschäftsleitung Florian Spörer (Vorstandsvorsitzender) und Heinz Spörer (Vorstand) den Mittelstandspreis übergeben darf.

 

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg.

 

Ihr

 

Dr. Christian Lösel

Oberbürgermeister